Aktuelles

Donnerstag, 04.06.2026

Exkursion in den Thürer Wiesen

Eine Gruppe von NABU-Mitgliedern traf sich auch in diesem Jahr an einem frühen Junimorgen, um den Tierstimmen in den Thürer Wiesen zu lauschen und sie, wenn möglich, mit dem bloßen Auge oder mit dem Fernglas zu beobachten. Das Wetter war gnädig, denn es hörte kurz nach Beginn der Aktion auf zu regnen und blieb während der ganzen Zeit trocken.

Der Schwerpunkt der Exkursion lag auf der Ornithologie. Dabei wurden über 40 Vogelarten aufgenommen. Im Gegensatz zum letzten Jahr begleitete der Kuckuck mit seinen Rufen die Teilnehmer/innen fast ununterbrochen. Weitere Highlights waren ein Paar Kanadagänse mit drei Jungen und ein Steinkauz. Teichrohrsänger und die Rufe der Wasserralle erklangen im Schilf. Auch der Pirol wurde gehört und mehrere Schwarzmilane kreisten über dem Gebiet. Außerdem freuten sich die Teilnehmer/innen darüber, dass in diesem Jahr sogar zwei Storchenpaare Nachwuchs bekommen hatten.

Einige Arten wie die Schafstelze, die letztes Jahr sehr auffällig war, wurden dieses Mal nicht mehr beobachtet. Die Individuen Dichte insgesamt hatte nachgelassen.

Am Standort an den neuen Teichen unweit von Thür war das Wasser größtenteils abgelaufen, was Bedenken auslöste. Erfreulich war hier aber die Sichtung eines Flußregenpfeifers.

Beschenkt mit zahlreichen Naturwahrnehmungen und nach Dankesworten an die Veranstalter gingen die Teilnehmer/innen nach über zwei  Stunden wieder auseinander.

Beobachtungen während der Exkursion in den Thürer Wiesen am 4. Juni 2026

An allen Standorten immer wieder gehört:

  • Kuckuck

1. Standort
Damm zwischen großem, offenem Teich auf der einen und verschilftem Teich auf der anderen Seite:
Im Teich bzw am Ufer:

  • Graureiher
  • Stockenten
  • Kanadagans mit drei Jungen
  • Blesshuhn

In Büschen/Bäumen am Ufer gehört und gesehen:

  • Turteltaube
  • Ringeltaube
  • Türkentaube
  • Elster

Fliegend über dem Teich oder höher:

  • Mehlschwalben
  • Rauchschwalben
  • Schwarzmilan
In Bäumen/Büschen am Ufer ausschließlich gehört:
  • Dorngrasmücke
  • Mönchsgrasmücke
  • Gartengrasmücke
  • Zilpzalp
  • Nachtigall
  • Bachstelze

Im Feld oberhalb des Teichs:

  • Feldlerche
  • Neuer Storchen Horst auf Hochsitz mit einem adulten Storch und einem Jungtier

2. Standort:
Weg zwischen eingezäuntem Sumpfgebiet auf der einen und Ackerflächen auf der anderen

Seite:
  • Singdrossel
  • Amsel
  • Rohrammer (mehrere)
  • Teichrohrsänger
  • Mauersegler
  • Pirol (von weitem gehört)
  • Kormorane (fliegend)
  • Star
  • Wasserralle (im Schilf, gehört)
  • Schwarzkehlchen
  • Steinkauz (mit großem Fernglas gesehen)
  • Kohlmeise
  • Feldsperlinge
  • Buchfink
  • Turmfalke
  • „Alter“ Storchen Horst mit adultem Storch und vier Jungen

Erneut gesehen/gehört, wie am 1. Standort:

  • Stockenten
  • Schwarzmilan (im Baum sitzend und mehrere fliegend))
  • Stockenten (mit Jungen)
  • Bachstelze
  • Ringeltaube
  • Dorngrasmücke
  • Mönchsgrasmücke
  • Rauchschwalben
  • Elster
  • Feldlerche

3. Standort:
Neue Teiche (inzwischen weitgehend abgelassen) und Sumpfwiese an der anderen Seite der Straße (seit einigen Wochen sind hier auch Wasserbüffel):

  • Rostgänse
  • Rabenkrähe
  • Nilgans
  • Fluss Regenpfeifer (von einigen mit Fernglas sicher bestimmt)
  • Klappergrasmücke
  • Uferschwalben
Erneut gesichtet/gehört:
  • Gartengrasmücke
  • Mehlschwalben
  • Stockenten
  • Graureiher
  • Teichrohrsänger
  • Buchfink
  • Kormoran
  • Ringeltaube
  • Bachstelzen
  • Mauersegler

Außer Vogelarten wurden noch Grünfrösche und Nutrias registriert.


Insgesamt: 41 Vogelarten


Ungeklärt: Ursache für das Ablaufen der Teiche am 3. Standort

Dauer der Exkursion: Fast 3 Stunden


Der frühe Exkursionsbeginn hatte sich insofern bewährt, als weniger Spaziergänger anzutreffen waren. Deshalb – und durch die kleinere Gruppe im Vergleich zum letzten Jahr – konnte/n konzentrierter gearbeitet und mehr Arten aufgenommen werden.

Andererseits wollen wir mehr Menschen für die Naturbeobachtung begeistern. Brauchen wir also im nächsten Jahr eine Exkursion im kleinen Kreis und eine für das „große Publikum“?

Bilder: Andreas Frey und Sabine Schillinger | Text: Heidrun Burk-Böhnlein 


Samstag, 23.05.2026

Ehrentag in Andernach

Am 23.05. halfen engagierte Mitglieder des NABU Osteifel und zahlreiche fleißige Andernacher Kinder
bei der „grünen“ Umgestaltung des Breslauer Platzes.

Mit Feuereifer wurden Vogelhäuser zusammengeschraubt, bemalt und mit Hilfe der städtischen
Gärtner hoch oben in den alten Bäumen angebracht. Wildbienenhäuser aus Dosen und mit Lehm
darin befestigten Schilfrohren und mit Rindendächern wurden gefertigt und an hohen Büschen und
Bäumen befestigt. Auch für Nützlinge wie Marienkäfer und Ohrwürmer fertigten fleißige
Kinderhände Wohnungen aus bemalten Blumentöpfen mit Strohfüllung, die gleich bezugsfertig
angebracht wurden.

Ein mit viel Geschick und Engagement gebautes Bienenhaus auf einem Pfahl stellten die Gärtner an
einen sonnigen, gut anzufliegenden Platz und jede Menge „Seedballs“ aus heimischem
Wildkräutersamen, Lehm, Wasser und Erde wurden gerollt und um die zahlreichen
Insektenwohnungen deponiert, als zukünftiges Futter für die im nächsten Jahr hoffentlich zahlreich
schlüpfenden Jungbienen.

Bilder: Iris Kursawe und Sabine Schillinger | Text: Iris Kursawe


Freitag, 08.05.2026

Insektenexkursion

Am Nachmittag des 8. Mai traf sich eine Gruppe von NABU-Mitgliedern an der Elztalhalle in Kehrig mit der Wildbienenbotschafterin Iris Fuhrmann. Das Wetter war günstig, um sich auf die Spur von Wildbienen und anderen Insekten zu begeben. Frau Fuhrmann sprach zunächst über den bedrohlichen Rückgang der Insekten und die Bedeutung von jedem Quadratmeter mit insektenfreundlichen Pflanzen für ihren Erhalt. Wir begannen mit der Inspektion einer vom Verein „Kehrig summt“ angelegten Fläche, in der wir einige Hummeln, z.B. die Ackerhummel, beobachten konnten. Danach sahen wir verschiedene Sandbienen in einem dafür gebauten Areal. Bei einem Spaziergang durch die Felder fanden wir noch weiter Arten wie die Blutwespe, den Brennnesselzünsler, die Steinhummel und verschiedene Schlupfwespen. Becherlupen halfen bei der Bestimmung der Tiere, was auch für das anwesende Kind eine spannende Erfahrung war. Die zwei Stunden aufmerksamer Suche wurden aber auch zum gegenseitigen Austausch über die Erfahrungen mit dem Insektenschutz genutzt.

Alle Teilnehmer/innen waren am Ende einig, dass es eine erfolgreiche und lehrreiche Exkursion war, die wir im nächsten Jahr wiederholen sollten.

Bilder: Heidrun Burk-Böhnlein und Marcus Hüsgen | Text: Heidrun Burk-Böhnlein 


Samstag, 25.04.2026

Kräuterwanderung der NAJU-Kids

Bei bestem Frühlingswetter trafen sich 18 NAJU-Kids, die jüngeren mit ihren Eltern, zu einer Wanderung durch die Buchenwälder des Naturschutzgebietes Pöntertal in Andernach.

Sie erfuhren von einer Kräuterpädagogin welche essbaren Pflanzen gerade wuchsen. Fleißig wurden Gänseblümchen, Löwenzahnblüten, Knoblauchsrauke und Gundermann gesammelt, auch junge Blätter von Buche und Weißdorn wurden probiert. Zum Schluss kam noch knofeliger Bärlauch dazu. Unterwegs wurde Waldbingo gespielt.

In der Schutzhütte wurde aus den gewaschenen Kräutern, die sorgfältig von den Kindern auf selbst mitgebrachten Holzbrettchen und Messerchen zerkleinert waren, von Katrin und Helferinnen ein leckerer Kräuterquark gerührt, der auf Brotscheiben probiert wurde. Auch gab es von Anke noch Waldmeistertee und Saft gegen den Durst. Müde und voller Eindrücke traten alle mit Mario und den Eltern den Heimweg an. 

Bilder: Markus Regolot | Text: Iris Kursawe


Dienstag, 21.04.2026

Vortrag über die Thürer Wiesen

Am 21. April erwartete die naturinteressierten Gäste im Haus der Pfarrgemeinde in Thür ein spannender Abend. Herr Leo Oster vom Kultur- und Verschönerungsverein Thür sowie Sabine Schillinger und Werner Adams vom NABU Osteifel hatten zu einem Vortrag über das direkt vor der Tür liegende Naturschutzgebiet eingeladen.

Zunächst gab Herr Oster einen kurzen Überblick über die Entwicklung der Thürer Wiesen. Da das Gebiet trotz Trockenlegung für die Landwirtschaft immer nutzloser wurde, erkannte insbesondere der NABU seinen großen Wert für die Natur und begann Flächen zu pachten und zu kaufen. 1987 wurden ca 40 ha von der Bezirksregierung unter Schutz gestellt. Seitdem entwickelten sich die Wiesen stetig weiter zu einem wichtigen Feuchtgebiet, einem Rückzugsort für viele bedrohte Arten.

Danach begrüßte Frau Sabine Schillinger die Anwesenden und sprach über die große Freude und Bereicherung, die Erfahrungen und Beobachtungen in der Natur vermitteln können. Frau Schillinger war für den technischen Teil des Bildvortrags verantwortlich.

Anschließend erklärte Herr Werner Adams, der den Vortrag hielt, weshalb Vögel als Bio-Indikatoren so wichtig sind. Auch in den Thürer Wiesen geht ihre Anzahl zurück, denn kleine Naturschutzgebiete allein können den Bestand der Arten nicht garantieren. 55% aller Vögel sind gefährdet. Herr Adams wies darauf hin, dass wir alle in der Gestaltung unserer Gärten, Balkone und Gemeindeflächen gefragt sind, zum Erhalt der Biodiversität beizutragen. Bevor er mit dem Bildervortrag begann, nannte er ein paar Zahlen: In Deutschland sind 300 unterschiedliche Arten von Brutvögeln beheimatet, in Rheinland-Pfalz sind es 200. In den Thürer Wiesen wurden bisher 163 bis 170 verschiedene Vogelarten gesichtet, davon sind 64 Arten potenzielle Brutvögel.

Danach zeigte Herr Adams Fotos von über 100 verschiedenen Vogelarten, die alle in den Thürer Wiesen oder in der direkten Umgebung gemacht wurden.

Der Bildvortrag orientierte sich in seiner Gliederung im Wesentlichen an den Vogelfamilien. Er begann mit den Reihern und führte über Greifvögel, Eulen, viele Singvogelfamilien, Spechte, Tauben, Kuckuck, Störche bis hin zu den zahlreichen Vertretern der Wasservögel. Dabei bestach jedes Foto durch seine Qualität und Lebendigkeit, so dass die Zuschauer mit Begeisterung dabeiblieben, zumal Herr Adams den Vortrag mit vielen anschaulichen Erklärungen und Erlebnissen bereicherte.

Die Artenvielfalt war frappierend. Auch viele seltene Arten wie z.B. Seidenreiher, Wanderfalke, Schlangenadler, Schwarzkehlchen, Turteltaube, Kampfläufer, Flußregenpfeifer, Sterntaucher und Krickente wurden von den fachkundigen Augen Herrn Adams gesichtet. Aber auch bekannte Arten, an denen sich viele Besucher der Thürer Wiesen erfreuen, wie z.B. der Schwarzmilan, Weißstorch, Grünfink, Buntspecht, Teichrohrsänger und das Teichhuhn wurden gezeigt, um nur einige zu nennen.

Herr Adams schloss seinen Vortrag, indem er unsere besondere Verantwortung als Menschen für die Erhaltung der Arten betonte. Herr Oster und Frau Schillinger bedankten sich bei den Gästen für ihr Kommen und die gespannte Aufmerksamkeit sowie bei Herrn Adams für den sehr interessanten Vortrag. 

Bilder: Leo Oster, Marcus Hüsgen | Text: Heidrun Burk-Böhnlein


Freitag, 27.03.2026
Baum des Jahres in Welling gepflanzt

Mitglieder des NABU Osteifel pflanzten eine Zitterpappel Populus tremula, die in diesem Jahr zum Baum des Jahres gekürt wurde. Es ist ein auffälliger Laubbaum, dessen Besonderheit die tanzenden Blätter sind. Sechzig verschiedene Schmetterlingsarten nutzen ihre Blätter und Blüten als Futterquelle. Spechte zimmern Höhlen in das weiche Holz.
Bei der Pflanzaktion dabei waren: Heidrun Burk-Böhnlein (Vorsitzende), Markus Regolot (Kassenwart), Jörg Mittler (Beisitzer) und Wolfgang Seul (Gärtnermeister und NABU Mitglied Osteifel). Als sehr positiv bewerteten die Akteure den zunehmenden Baumbestand in Welling.

 

Bilder und Text: Wolfgang Seul


v.l.n.r: Marcus Hüsgen, Jörg Mittler, Heidrun Burk-Böhnlein, Hans-Jürgen Schneider, Heike Dahm-Rulf, Hubert Schmitt, Iris Kursawe, Markus Regolot, Uschi Daun, Claudia Drefs-Olszewski, Anke Kuchar, Ursel Westphalen (abwesend Heinz-Werner Lunnebach)
v.l.n.r: Marcus Hüsgen, Jörg Mittler, Heidrun Burk-Böhnlein, Hans-Jürgen Schneider, Heike Dahm-Rulf, Hubert Schmitt, Iris Kursawe, Markus Regolot, Uschi Daun, Claudia Drefs-Olszewski, Anke Kuchar, Ursel Westphalen (abwesend Heinz-Werner Lunnebach)

Samstag, 14.03.2026

NABU Osteifel e.V.: Neuwahl des Vorstands

 

Im März fand die jährliche Mitgliederversammlung des NABU Osteifel statt, die dieses Mal sehr zahlreich besucht wurde. Veranstaltungsort war das Hotel Moselblick in Winningen.
Das Programm war umfangreich. Nachdem der Jahresrückblick auf 2025 mit zahlreichen Aktionen wie z.B. der Batnight im August erfolgt und der Finanz- und Kassenbericht präsentiert waren, erfolgte ein lebhafter Austausch unter den Anwesenden zu den dargestellten Informationen.
Eine Pause mit Kaffee und Kuchen stärkte für die langwierigen Wahlen danach. Zunächst ging es um den engeren Vorstand. Nach der Vorstellung der Kandidaten wurde Heidrun Burk-Böhnlein zur Vorsitzenden und Marcus Hüsgen zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Neuer Kassenwart ist Markus Regolot und Iris Kursawe nahm die Wahl zur Schriftführerin an.
Anschließend stellten sich die Kandidaten und Kandidatinnen für das Amt der Beisitzer/innen vor, deren Zahl im Prinzip unbegrenzt ist. Außerdem haben alle Beisitzer volles Stimmrecht bei den Entscheidungen des Vorstands. Zuletzt erhielten folgende Personen die erforderliche Stimmenmehrheit: Heike Dahm-Rulf, Uschi Daun, Claudia Drefs-Olszewski, Anke Kuchar, Heinz-Werner Lunnebach, Jörg Mittler, Hubert Schmitt, Hans-Jürgen Schneider und Ursel Westphalen. Der Vorstand ist somit insgesamt auf 13 Personen angewachsen.
Da die Zeit inzwischen sehr fortgeschritten war, konnte nur noch ein sehr verkürzter Ausblick auf das Jahr 2026 gegeben werden.
Die Stimmung im neuen Vorstand ist gut. Das ist nötig, um mit Hoffnung und Zuversicht den zunehmenden Herausforderungen für den Naturschutz in den nächsten Jahren zu begegnen.

 

Bild: NABU Osteifel Text: Heidrun Burk-Böhnlein


Samstag, 18.10.2025

Gemeinsamer Arbeitseinsatz von Wacholderwacht und NABU Osteifel im Dr.-Heinrich-Menke-Park bei Arft

Mitte Oktober trafen sich Mitglieder der Wacholderwacht und des NABU Osteifel zu ihrem zweiten gemeinsamen Arbeitseinsatz im Dr.-Heinrich-Menke-Park. Dabei wurde die Heide „entkusselt“. Das bedeutet, dass junge Bäume und Sträucher entfernt werden, die sich nach und nach auf den offenen Heideflächen ausbreiten.

Die Pflege der Wacholderheide ist wichtig, da diese besondere Kulturlandschaft ohne regelmäßige Arbeiten nach und nach verbuschen würde. Viele seltene Pflanzen und Tiere sind jedoch auf die offenen Heideflächen angewiesen. Nach getaner Arbeit klang der Einsatz bei Kaffee und Kuchen im Wacholderwagen in gemütlicher Runde aus.

Bilder und Text: Sabine Schillinger


Donnerstag, 19.06.2025
Exkursion des NABU in den Thürer Wiesen

Am Morgen des 18. Juni 25 trafen sich über 20 NABU-Mitglieder und Freunde in den Thürer Wiesen. Unser Anliegen war, durch gemeinsame aufmerksame Wahrnehmung möglichst viele der dortigen Lebewesen zu registrieren. Dabei lag der Schwerpunkt auf der Ornithologie. Im Hintergrund beschäftigte uns auch die Frage, inwiefern die Nachwirkungen des Ölunfalls, dem über 200 Vögel zum Opfer fielen, noch spürbar waren.
Einige Mitglieder mit vertieften Kenntnissen („Experten“) unterstützten die Exkursion maßgeblich (z.B. Andreas Frey, Karlheinz Euskirchen und Helga Losert), aber darüber hinaus steuerten alle Teilnehmenden mit ihren Beobachtungen zum Erfolg der Unternehmung bei, was zu einer sehr guten Atmosphäre führte.
Zur großen Freude der Gruppe konnten eine Vielzahl an Singvögeln, Enten, Tauben und anderen Tieren erfasst werden. Von der langen Liste der Singvögel seien hier nur die Schafstelze, die mit ihrem gelben Bauch besonders hervorstach, die Nachtigall mit ihrem hervorragenden Gesang, die Teichrohrsänger, die im Schilf trällerten und die Rohrammern, die auf den Schilfhalmen (aber erstaunlicherweise auch auf einem Baum) saßen, erwähnt.
Für Beobachter/innen von Weißstörchen war es ein ganz besonderer Tag, da neben den Storcheneltern mit ihren drei Jungen im Horst noch 17 (!) weitere Weißstörche majestätisch in der Luft kreisten. Auch die Schwarzmilane, die in den Thürer Wiesen erfolgreich brüten, waren mit einer besonders großen Anzahl vertreten.
Unter den Wirbellosen stach besonders die Heidelibelle hervor. Als Vertreter der Säugetiere seien zwei Nutrias erwähnt, was erfreute, da mindestens vier Nutrias durch den Ölunfall ums Leben gekommen waren.
Nach über zwei Stunden wurde die Exkursion erfolgreich beendet (was einige nicht davon abhielt, ihre Beobachtungen in kleineren Gruppen fortzusetzen).
Wir bedanken uns noch einmal recht herzlich für die aktive und rege Mitarbeit aller Teilnehmer/innen!

Sabine Schillinger, Andreas Frey und Heidrun Burk-Böhnlein

Beobachtungen während der Exkursion in den Thürer Wiesen am 18. Juni 2025

1. Standort:
Wiese in der Nähe des Parkplatzes am großen Teich:

  • zwei Stieglitze

2. Standort:
Damm zwischen großem, offenem Teich auf der einen und verschilftem Teich auf der anderen Seite:
Im Teich bzw am Ufer:

  • Nilgänse
  • Stockenten
  • Blesshühner
  • Graureiher
  • Kormoran

Fliegend oder in den Büschen/ Bäumen (hier meistens gehört):

  • Ringeltaube
  • Turteltaube
  • Rauchschwalben
  • Mehlschwalben
  • Mauersegler
  • Nachtigall
  • Amsel
  • Stare
  • Mönchsgrasmücke
  • Dorngrasmücke
  • Blaumeisen
  • Schwarzmilan
  • Turmfalke
  • Eichelhäher
  • Rabenkrähe
  • Elstern

Im Schilf:

  • Teichrohrsänger
  • Wasserfrösche

Im Feld oberhalb des Teichs:

  • Schafstelze

3. Standort:
Weg zwischen eingezäuntem Sumpfgebiet mit Wasserbüffeln auf der einen und Ackerflächen auf der anderen Seite:

  • Rohrammern
  • Weitere Mönchsgras- und Dorngrasmücken
  • Gartengrasmücke
  • Feldsperlinge
  • Buntspecht
  • Feldlerche
  • Zwei Weißstörche in der Luft (auf dem Rückweg 17!)
  • Voll besetzter Horst mit zwei erwachsenen Weißstörchen und drei Jungstörchen
  • Mauereidechse

4. Standort:
Neue Teiche und Sumpfwiesen an der anderen Seite der Straße (besonders vom Ölunfall betroffen):

  • Teichfrosch
  • Heidelibelle
  • 2 Nutrias
  • Karpfen
  • Erneut Kormorane
  • Wieder Rauch- und Mehlschwalben sowie Mauersegler
  • Bachstelzen
  • Buchfinken
  • Auch hier vielen Stockenten
  • Wieder zahlreiche Nilgänse
  • Ebenfalls Graureiher (aber heute keine Silberreiher)
  • Zwergtaucher

Hier wurde die Exkursion nach über zwei Stunden beendet, evtl wären an diesem Standort mehr Beobachtungen erfolgt, wenn wir hier begonnen hätten. Aber die Aufmerksamkeit war erschöpft. Vielleicht wäre in Zukunft doch ein früherer Exkursionsbeginn zu empfehlen.

Bilder: Andreas Frey, Hubert Schmitt und Sabine Schillinger | Text: Heidrun Burk-Böhnlein


Samstag, 15.06.2025
Der NABU Osteifel beim Kinderburgfest in Namedy

Beim diesjährigen Kinderburgfest in Namedy war unsere NABU-Gruppe mit einem informativen und liebevoll gestalteten Stand vertreten. Wir boten spannende Einblicke in den Lebenszyklus verschiedener Insekten. Mithilfe anschaulicher Materialien erklärten wir beispielsweise, wie aus einem Ei eine Raupe, aus einer Raupe eine Puppe und schließlich ein Schmetterling wird. Außerdem konnten die Kinder bunte Schmetterlinge basteln und ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Ein besonderes Highlight war die gemeinsame Insektensuche mit Becherlupen, bei der die Kinder mit viel Freude die Vielfalt heimischer Krabbeltiere aus nächster Nähe entdecken konnten.
Wir freuen uns sehr über das große Interesse und die vielen neugierigen Fragen. Ein herzliches Dankeschön an alle, die mitgeholfen haben, sowie an die Veranstalter des Kinderburgfests für die schöne Gelegenheit zur Teilnahme.

 

Bilder: Sabine Schillinger | Text: Sabine Schillinger


Freitag, 04.04.2025
Ein Baum des Gedenkens – NABU Osteifel ehrt langjähriges Mitglied mit Baumpflanzung

Zu einer besonderen Pflanzaktion trafen sich Mitglieder des NABU Osteifel im St. Veit-Park in Mayen. Zum Gedenken an den im vergangenen Jahr verstorbenen Klaus Bittner pflanzten sie gemeinsam mit der Familie des Verstorbenen eine Roteiche (Quercus rubra), den Baum des Jahres 2025.
Klaus Bittner war über viele Jahre ein prägendes Mitglied der Naturschutzgruppe und hat zahlreiche Projekte mitgestaltet und initiiert. Unter anderem betreute er über viele Jahre die Nistkasten-Reinigungsaktion mit der Clemens-Schule. Mit Begeisterung und großem Wissen brachte er so jungen Menschen die heimische Vogelwelt näher. Die Roteiche im St. Veit-Park ist eine Erinnerung und ein Dankeschön an Klaus Bittner für sein Engagement, seine Herzlichkeit und seinen Einsatz für den Naturschutz.

 

Bilder: Wolfgang Seul und Sabine Schillinger | Text: Sabine Schillinger


Freitag, 04.04.2025

NABU Osteifel pflanzt den Baum des Jahres 2025 in Welling

Wie auch in den vergangenen Jahren wurde wiedermal der Baum des Jahres gepflanzt . Im Herbst ist sie ein besonderer Hingucker: Die Amerikanische Roteiche (Quercus rubra) macht ihrem Namen dann alle Ehre und erstrahlt in einem prächtigen roten Blätterkleid. Schön, sturmfest und widerstandsfähig: Mit ihrer Fähigkeit, auch unter wechselhaften Bedingungen zu gedeihen, ist die Roteiche bestens gewappnet für die Herausforderungen des Klimawandels. Die Baum des Jahres – Dr. Silvius Wodarz Stiftung hat den robusten Baum mit den dekorativen Blättern daher zum Baum des Jahres 2025 gewählt. Die Pflanzung wurde durch Gärtnermeister Wolfgang Seul rechts und Jörg Mittler links vom NABU Osteifel durchgeführt .

 

Bild: Iris Seul | Text: Wolfgang Seul


Samstag, 12.10.2024

Gemeinsamer Einsatz für die Natur: Wacholderwacht und NABU pflegen die Wacholderheide am nördlichen Dr.-Heinrich-Menke-Park

Mitte Oktober fand ein gemeinsamer Pflegeeinsatz der Wacholderwacht und des NABU Osteifel in der Wacholderheide am nördlichen Dr.-Heinrich-Menke-Park statt. Mit vereinten Kräften wurde entkusselt – ein wichtiger Schritt, um die charakteristische Heidelandschaft zu erhalten.

Entkusseln bedeutet das Entfernen junger Gehölze, insbesondere von Kiefern, Birken und anderen Sträuchern, die sich ohne Pflege schnell ausbreiten und die offene Heide verdrängen würden. Diese Maßnahme ist essenziell, um die lichtliebenden Pflanzenarten der Heide zu schützen und seltenen Insekten, Reptilien und Vögeln weiterhin einen geeigneten Lebensraum zu bieten.

Mit viel Engagement machten sich die Freiwilligen an die Arbeit. Dabei wurde nicht nur die Landschaft gepflegt, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl gestärkt.

Nach getaner Arbeit gab es bei Kaffee und Kuchen Gelegenheit zum gemütlichen Austausch im Wacholderwagen. Zum feierlichen Abschluss wurde dem NABU eine Urkunde überreicht: Die Gruppe darf sich nun offiziell „Wacholder-Retter-Gruppe“ nennen.

Die Aktion soll nicht die letzte gewesen sein und im nächsten Jahr wiederholt werden.

 

Bilder: Hubert Schmitt und Sabine Schillinger | Text: Sabine Schillinger


Samstag, 14.09.2024

Exkursion in der Wacholderheide

Zum Thema Auf den Spuren von Warzenbeißer und Borstgras wurde Mitte September unter der Führung von Dipl. Biologen Jörg Hilgers eine Exkursion in die Wacholderheide bei Arft für NABU-Mitglieder und Freunde durchgeführt.
Herr Hilgers schilderte zunächst die Entstehung dieser besonderen Landschaft durch die Schiffelwirtschaft, eine frühere Form des Brandfeldbaus, ihre fast völlige Vernichtung im 20. Jahrhundert und ihre Wieder-Herstellung durch das Life-Projekt Anfang des 21. Jahrhunderts. Jährlich finden intensive Pflegemaßnahmen zur Rettung von Heidekraut und Wachholder statt, die ganz spezielle Bedingungen an den Boden stellen. Sie bilden die Grundlage für diese wertvolle Landschaft, die vielen gefährdeten Arten eine Heimat bietet. Zu ihnen gehören zahlreiche Heuschrecken wie z.B. der Warzenbeißer, eine große Heuschrecke, die früher zur Bekämpfung von Warzen eingesetzt wurde. Heuschrecken und andere Insekten dieser Heide sind Nahrung für viele Vogelarten wie Baumpieper, Heidelerche und Neuntöter. Selbst der seltene Wendehals breitet sich aus und die Wachholderdrossel findet hier ihren natürlichen Lebensraum.
Der Schutz von Insekten war ein wichtiges Thema der Exkursion, da der Insekten-Rückgang in diesem Sommer besonders augenfällig war. Außerdem wurden Gewinner (Beispiel: Gottesanbeterin) und Verlierer (Beispiel: Kleiner Fuchs) des Klimawandels besprochen. Zuletzt wurde noch eine seltene Pflanze, der Augentrost (Euphrasia), gesichtet.
Mit der Besprechung möglicher Maßnahmen zur Betreuung der Wacholderheide auch mit Hilfe von Nabu-Mitgliedern endete nach circa zwei Stunden die interessante und lehrreiche Exkursion.

 

Bilder: Hubert Schmitt und Sabine Schillinger | Text: Heidrun Burk-Böhnlein

 


Samstag, 24.08.2024

BATNIGHT - Die Nacht der Fledermäuse

Ende August veranstaltete der NABU Rheinland-Pfalz, gemeinsam mit dem NABU Osteifel, den Erlebniswelten Grubenfeld, der Stadt Mayen und den Mayener Bogenschützen die 26. Batnight im Mayener Grubenfeld

Schon am Nachmittag gab es für die Klein und Groß einiges zu entdecken: Spannende Bastelstationen, Fledermaus-Spiele, Hindernislauf mit Ultraschalldetektor und zahlreiche Informationen über diese faszinierenden Nachttiere sorgten für strahlende Gesichter und jede Menge Spaß.


Als die Dämmerung einsetzte, machten man sich mit großer Vorfreude auf den Weg zur Fledermausbeobachtung. Unter fachkundiger Betreuung fand das Batwatching mit Netzfangund statt. Leider machte hier das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Mit aufziehendem Regen und starkem Wind mussten die Veranstaltung schweren Herzens vorzeitig abgebrochen werden. Der Netzfang und die Beringung der Fledermäuse wurde dann ohne Publikum noch einige Zeit fortgesetzt.

 

Bilder: Constantin Sittmann (NABU RLP) und Sabine Schillinger | Text: Sabine Schillinger

 


Sonntag, 04.08.2024

Exkursion ins ehemalige Schieferabbaugebiet Bausberg bei Kehrig

Anfang August hat der NABU Osteifel zu einer Exkursion in das ehemalige Schieferabbaugebiet Bausberg bei Kehrig eingeladen. Unter der fachkundigen Leitung von Annika Fuhrmann, die ihre Bachelorarbeit über das Gebiet und die dort vorkommenden Heuschreckenarten verfasst hat, erlebten die Teilnehmenden einen spannenden Nachmittag inmitten dieses besonderen Areals.

Das Schieferabbaugebiet, das früher ein bedeutender Wirtschaftsstandort war, ist heute ein Rückzugsort für die Natur. Die schroffen, kargen Abraumhalden bieten einer Vielzahl von Pflanzen und Tieren einen Lebensraum. Besonders beeindruckend ist die Artenvielfalt der Insekten, die sich in diesem Gebiet angesiedelt hat.

Ein besonderes Highlight der Exkursion war die Rotflügelige Ödlandschrecke, eine seltene Heuschrecken-Art, die nur noch an wenigen Orten in Deutschland zu finden ist. Diese Heuschrecken bevorzugen warme, steinige Lebensräume, wie sie im ehemaligen Schieferabbaugebiet zu finden sind. Neben der seltenen Heuschrecken-Art konnten eine Vielzahl anderer Insektenarten beobachtet werden.

Im Laufe der Exkursion wurde auch über die Bedeutung der Pflege solcher wertvollen Lebensräume gesprochen. Annika Fuhrmann erklärte, dass solch ein Areal regelmäßig freigehalten werden muss, um den offenen, steinigen Charakter zu erhalten und so die Artenvielfalt zu fördern. Dazu gehört beispielsweise das Entfernen von aufkommenden Gehölzen, die das Terrain beschatten könnten. Durch solche Maßnahmen würde sichergestellt, dass das Gebiet weiterhin ein Hotspot für seltene Arten bleibt und auch zukünftigen Generationen die Möglichkeit bietet, diese besondere Natur zu erleben.

Zum Abschluss der Exkursion versammelte sich die Gruppe noch einmal, um Annika Fuhrmann für ihre engagierte und schöne Führung zu danken.

 

Bilder: Annika Fuhrmann und Sabine Schillinger | Text: Sabine Schillinger


Mittwoch, 26.06.2024

Exkursion am Juckelberg

Am Nachmittag des 26. Juni 2024 führten die Biologen Jörg Hilgers und Daniel Müller, die zum Team der Stiftung für Natur und Umwelt des Landkreises Mayen-Koblenz gehören, eine Exkursion für NABU-Mitglieder und Interessierte am Juckelberg bei Kollig durch. Auch Tanja Stromberg, die Geschäftsführerin der Stiftung, war anwesend.

Das Ziel war, auf die Besonderheiten in Fauna und Flora hinzuweisen, die durch die Pflegearbeiten, die die Stiftung in den letzten Jahren hier veranlasst hat, möglich wurden. Das Gebiet, das früher durch Beweidung und Obstanbau geprägt und zwischenzeitlich fast zugewachsen war, ist auf dem Weg, wieder in eine halb offene Landschaft zurück verwandelt zu werden. Diese inzwischen seltenen Biotope sind sehr wertvoll, da sie den Lebensraum für viele Arten darstellen, die vom Aussterben bedroht sind. Als Beispiel zeigte Herr Hilgers den Teilnehmern eine Stelle, die auf drei Quadratmetern vier Rote-Listen-Arten aufwies: Eine sogenannte  "Mäuseschwanz-Federschwingel und Ackerfilzkraut-Flur".
Der Insektenspezialist Daniel Müller zeigte z.B. Schachbrettfalter, Brombeer-Perlmuttfalter und als Highlight eine Gefleckte Keulenschrecke.
Leider wurde der Eindruck vieler Teilnehmer/innen, die die Natur mit Interesse beobachten, von den Experten bestätigt: In diesem Jahr ist der Rückgang der Insekten besonders eklatant. Es wurde deutlich, dass eine hohe Pflanzendiversität, wie sie solch halboffene Biotope wie der Juckelberg bieten, auch die Voraussetzung für eine hohe Artendichte von Insekten ist.
Auf Nachfragen hin gab Frau Stromberg noch einen kurzen Überblick über die gemeinnützige Stiftung, die 2009 entstand. Finanziert durch Gelder für Kompensationsflächen, betreut sie inzwischen 200 bis 300 Hektar an ökologisch wertvollen Flächen im Kreis Mayen-Koblenz.
Zum Abschluss bedankten sich die Teilnehmer/innen, die die Exkursion mit großem Interesse verfolgt hatten, für die sachkundige Führung.

 

Bilder: Sabine Schillinger | Text: Heidrun Burk-Böhnlein


Samstag, 16.03.2024

Baum des Jahres 2024

Welling. Am 16. März pflanzten Aktive des NABU Osteifel den Baum des Jahres in der Nähe des Dorfplatzes in Welling. Bei dem für dieses Jahr ausgewählten Baum handelt es sich um Sorbus aria, die Echte Mehlbeere. Sie erreicht eine Höhe von bis zu 15 Metern und kann 150 Jahre alt werden. Auffällig ist der silberne Haarfilz auf ihren Knospen und Blättern, wodurch die Verdunstung herabgesetzt und deshalb auch trockene Standorte toleriert werden. Gemeinde- und Stadtimker freuen sich über die Insektennahrung, die die doldenartigen, cremeweißen Blüten im Mai bis Juni bieten, und im Herbst sind die scharlachroten Früchte eine beliebte Vogelnahrung. Die Laubkrone verfärbt sich ab Mitte September goldbraun.

Durch diese Eigenschaften und ihr insgesamt ansprechendes Aussehen ist die Mehlbeere inzwischen zu einem häufig gepflanzten Stadtbaum geworden. Nicht zuletzt gilt sie als Hilfe gegen die zunehmenden Probleme, die durch die Klimaveränderung hervorgerufen werden.

 

Bilder: Wolfgang Seul, Sabine Schillinger, Guido Nördershäuser | Text: Heidrun Burk-Böhnlein


v.l.n.r. Hubert Schmitt,  Stefan Schmitt,  Heinz-Werner Lunnebach, Pia Meier, Guido Nördershäuser, Sabine Schillinger, Karl-Heinz Euskirchen, Hans-Jürgen Schneider, Jörg Mittler (abwesend Claudia Drefs-Olszewski, Wolfgang Seul)
v.l.n.r. Hubert Schmitt, Stefan Schmitt, Heinz-Werner Lunnebach, Pia Meier, Guido Nördershäuser, Sabine Schillinger, Karl-Heinz Euskirchen, Hans-Jürgen Schneider, Jörg Mittler (abwesend Claudia Drefs-Olszewski, Wolfgang Seul)

Freitag, 16.02.2024

Neuaufstellung des Vorstands beim NABU Osteifel

 

Für den 16. Februar 2024 rief der NABU Osteifel zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im „Alten Fritz“ in Mayen auf. Wichtige TOPs waren einige Satzungsänderungen und die Neuwahl des Vorstandes.
So wurde in einer Satzungsänderung beschlossen, die Wahlperiode der Vorstandsmitglieder von vier auf zwei Jahre zu verkürzen, um die Hürden der zeitlichen Verpflichtung für bereitwillige Kandidaten zu senken.
Anschließend fanden die Neuwahlen zum Vorstand statt: Sabine Schillinger wurde zur ersten Vorsitzenden und Guido Nördershäuser zum stellvertretenden Vorsitzenden und Kassenwart gewählt. Außerdem bestätigten die anwesenden Wahlberechtigten Pia Meier in ihrem bisherigen Amt als Schriftführerin.
Danach erfolgte die Wahl der acht Beisitzer (siehe Foto, zwei Beisitzer fehlen), die sich vorher kurz vorstellten und ihre Hauptschwerpunkte bei der Arbeit für den Naturschutzbund umrissen. Alle Beisitzer haben volles Stimmrecht bei den Entscheidungen des Vorstands.
Zum Schluss wurde auf das 125jährige Jubiläum des Naturschutzbundes Deutschland hingewiesen, zu dem einige Feierlichkeiten stattfinden werden. Außerdem berichtete Frau Schillinger, dass der NABU dem Bündnis „Hand in Hand“ beitrat, das sich für ein demokratisches Miteinander einsetzt.
Nach der zügigen Durchführung des offiziellen Teils blieben viele NABU-Mitglieder noch gemütlich für Gespräche über Naturschutz und andere Themen beisammen.

 

Bild: Ina Nördershäuser | Text: Heidrun Burk-Böhnlein

 


Samstag, 27.01.2024

Thürer Wiesen – Reinigen der Nistkästen

Thür. Bei gutem Wetter trafen sich NABU-Aktive zum Reinigen der Vogel-Nistkästen in den Thürer Wiesen.
Neugierig wurde man dabei von den Wasserbüffeln beobachtet. Beim Säubern der Nistkästen wurden spannende Funde entdeckt, so zum Beispiel ein Gemeinschaftsgespinst der Hummelnestmotte (Aphomia sociella). Die kräftig gelben Raupen der Motte leben in Hummel- und Wespennestern und ernähren sich dort von Abfällen und räuberisch von der Brut. So war in diesem Kasten also ursprünglich ein Wespennest, das von den Raupen als Futterquelle genutzt wurde.

Außerdem wurde die neue NABU-Nistkasten-App ausprobiert, mit der man Nistkästen zentral erfassen, dokumentieren und alle Daten den anderen Aktiven zur Verfügung stellen kann. So können Kastenkontrollen per Smartphone, mit Fotos und Beobachtungen für alle einsehbar koordiniert, strukturiert und dokumentiert werden.

Hinweis: In einer Nisthilfe muss keine klinische Reinheit herrschen. Das Wichtigste ist, den Parasitenbefall in Schach zu halten. Dazu werden die alten Nester in den Nistkästen mitsamt den darin lebenden Parasiten wie Vogelflöhen, Milben und Zecken entfernt, damit die Vogelbrut im kommenden Jahr nicht übermäßig befallen wird.

Bilder: Sabine Schillinger | Text: Sabine Schillinger


13.12.2023

Ein gelungener Filmabend im Corso Kino ‒ „Die Eiche - Mein Zuhause“

Mayen. Über hundert Natur-Interessierte folgten der Einladung des NABU Osteifel und des Corso Kino Mayen zu einem besonderen Filmabend mit „Die Eiche - Mein Zuhause“. Erste Gespräche und reger Austausch zu Themen des Naturschutzes fanden bereits bei einem Glas Sekt im Foyer des Kinos statt. Im Anschluss begrüßte die stellvertretende Vorsitzende des NABU Osteifel Sabine Schillinger die Gäste und lud alle ein, auf Entdeckungsreise in faszinierende Welten zu gehen, die schon allein ein einzelner Baum zu bieten hat. Hier kann gezeigt werden wichtig der Schutz jeden auch noch so kleinen Lebewesens in der Natur ist, insbesondere auch im kleinsten Zyklus als auch in der Gesamtheit des Lebens. Sabine Schillinger lud alle ein dabei mitzuhelfen, unsere wunderbare Natur zu erhalten und zu schützen.

Der Film begeisterte die Gäste mit großartigen Naturaufnahmen. Eichhörnchen, Rüsselkäfer, Eichelhäher, Ameisen und viele andere Lebewesen, die rund um die zweihunderjährige Eiche ihr Zuhause gefunden haben, wurden in teils spektakulären Einstellungen gefilmt und beobachtet.  Der Film war ein beeindruckendes Erlebnis, der es geschafft hat, ganz ohne Begleitkommentar eine mitreißende Geschichte vom Wunder der Natur zu erzählen.

 

Bilder: Margot Bechtoldt und Sabine Schillinger | Text: Helga Losert und Sabine Schillinger


18.06.2023

NABU-Wanderung im Naturschutzgebiet Booser Maar

Boos. Am letzten Frühlingswochenende lud der NABU Osteifel zu einer Wanderung im Naturschutzgebiet Booser Maar ein. Hier bot sich die Gelegenheit das Gebiet hinsichtlich naturkundlicher, geologischer und geschichtlicher Besonderheiten zu erkunden. Hubert Schmitt, der schon lange Jahre im NABU aktiv ist, führte die Wandergruppe durch diese wunderschöne Landschaft in der Vulkaneifel. Durch sein umfangreiches Wissen und seine gute Ortskenntnis konnte er hier viel Interessantes erzählen. Man war über drei Stunden unterwegs und zum Ausklang ging es noch zum „Fuchs“ nach Boos für einen kleine Stärkung nach der Wanderung.

 

Bilder: Hubert Schmitt und Sabine Schillinger | Text: Sabine Schillinger

 


20.05.2023

1. Mayener Be(e)ats Festival

Mayen. Am  1. Mayener Be(e)ats Festival war der NABU Osteifel mit einem Infostand vor Ort.

 

Bilder und Text: Sabine Schillinger


01.04.2023

NABU Osteifel pflanzt den Baum des Jahres

 

Welling. Am Dorfbrunnen in Welling wurde der Baum des Jahres gepflanzt. In diesem Jahr fiel die Wahl auf die Moorbirke. Betula pubescens. Sie ist ein Pioniergehölz und trotzt dem Klimawandel. Außerdem soll sie auch auf die bedrohten Moore aufmerksam machen, die durch Trockenlegung und Torfgewinnung bedroht sind.

So freuen sich die Vertreter des NABU Osteifel Wolfgang Seul links, Sabine Schillinger zweite Vorsitzend sowie Herbert Gilgenbach, dass sie so mit der Pflanzung einen Beitrag zu mehr Grün in Dorf und Stadt leisten konnten. Der Baum erhält wie auch die anderen Bäume der letzten Jahre noch eine Beschilderung.

 

Bild: Iris Seul | Text: Wolfgang Seul


12.11.2022

Baumpflanzaktion - Streuobstwiese


Die Streuobstwiese des NABU Osteifel im südlichen Pöntertal wurde nun um vier Obstbäume bereichert. Im März 2021 pflanzten Mitglieder bereits vier Apfelbäume und nun kamen noch zwei Süßkirschen, eine Zwetschge und eine Mirabelle dazu.

 

Bild: Hans-Jürgen Schneider | Text: Sabine Schillinger

 


Bachschmerle, Neunaugen
Bachschmerle und zwei Neunaugen

09.07.2022

Gewässerexkursion an der Nette und Grillfest

 

Am Samstag trafen sich zwei NAJU-Gruppen und weitere Interessierte bei der Grillhütte Ochtendung zu einer Exkursion an der Nette. Vor Ort hatte der Gewässerexperte Andreas Frey bereits Aquarien vorbereitet, in denen die ersten Tiere bestaunt werden konnten. Nach einer kurzen Einführung ging es dann zur Nette und die Kinder konnten unter Anleitung von Herrn Frey und einigen Helfern das Gewässer untersuchen. Es wurde einiges entdeckt, wie z.B. die Bachschmerle, die Groppe, die Elritze und natürlich auch Bachflohkrebse. Außerdem wurden die Larven der Steinfliegen, der Köcherfliegen und der Prachtlibellen gefunden und bestimmt. Als kleine Besonderheit zeigten sich auch Neunaugen, die zu den lebenden Fossilien zählen.
Mit weiteren Aktiven des NABU Osteifel wurde anschließend ein netter geselliger Nachmittag verbracht mit Gegrilltem und gut gekühlten Getränken.

 

Bild: Wolfgang Seul | Text: Sabine Schillinger


27.06.2022

NABU sammelt Handys für Hummel, Biene und Co.

 

Wie bereits in vielen Gemeinden steht nun auch im Gebiet der Verbandsgemeinde Maifeld eine Handysammelbox bereit, um alte Handys sinnvoll und nachhaltig verwerten zu können. Zusammen mit REWE Hundertmark konnte der NABU Osteifel nun die Sammelstelle in Polch im Kassenbereich des dortigen Marktes einrichten, was das Engagement des NABU beim Handy-Recycling seit 2011 unterstreicht und dem Ziel dient, Ressourcen zu schonen und Projekte zu fördern. Bis 2019 wurde dabei für das NABU-Projekt "Alte Handys für die Havel" gesammelt, neuerdings fließen die eingenommen Mittel in den NABU-Insektenschutzfonds.


Gute Gründe sprechen für Weitergabe, Reparatur und Recycling. So schlummern nach Angaben des Digitalverbands Bitkom mehr als 105 Millionen alte Handys und Smartphones in deutschen Schubladen. Ausgediente Handys in den Hausmüll zu werfen oder an illegale Händler zu geben, schadet der Umwelt und ist auch gesetzlich verboten. Zu viele Schadstoffe gelangen in die Umwelt. Seltene Rohstoffe gehen für eine Wiederverwertung verloren Unnötige Rohstoffe werden in Ländern des globalen Südens weiter abgebaut. Im Vordergrund steht für den NABU daher die Wiederaufbereitung und – falls erforderlich – Reparatur inklusive Austausch von Ersatzteilen von Mobilgeräten, um die Nutzungsdauer eines Handys oder Smartphones zu erhöhen. Eine Verlängerung der Nutzungsdauer spart 58 Kilogramm CO2 und 14 Kilogramm Ressourcen.

Der Entsorgungspartner AfB (Arbeit für Menschen mit Behinderung) verkauft die wiederaufbereiteten Geräte nur in Europa. Nicht mehr funktionsfähige Geräte gibt der NABU zum Recycling an Umicore, die die ökologischsten Schmelzanlagen in ganz Europa betreiben. Beim Recycling der NABU-Handys entstehen Rohstoff-Gewinne von bis zu einem Kilo Gold jährlich, ganz zu schweigen von den Umweltvorteilen. So lässt sich mit zurückgegebenen Altgeräten gleich doppelt für mehr Umweltschutz sorgen: Zum einen wird dadurch sichergestellt, dass Rohstoffe wiederverwertet werden und Schadstoffe nicht auf dem Müll landen. Zum anderen erhält der NABU einen jährlichen Geldbetrag, der in den NABU-Insektenschutzfonds fließt.

Mit Hilfe des Insektenschutzfonds werden Ackerflächen und Wiesen durch die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe als Lebensraum für Insekten gesichert. Zusätzlich werden Ackerrandstreifen zu Blühstreifen umgewandelt, bunt blühende Wiesen und Weiden angelegt und auch Hecken gepflanzt. Um herauszufinden, wie sich die Insektenbestände auf den neuen Flächen entwickeln, wird zeitgleich ein Insektenmonitoring gestartet.

Land in privater Hand soll ebenfalls zu Insektenschutzflächen umgestaltet werden. Hierzu stellt das NABU-Projekt "Fairpachten" Landwirten, Pächtern und Grundbesitzern seine langjährige Erfahrung beratend zur Verfügung. Unter www.fairpachten.org finden sich dazu nützliche Informationen und hilfreiche Materialien.

Und schließlich ist es ein weiteres Ziel des Insektenschutzfonds, die breite Öffentlichkeit über die wichtige Funktion von Insekten zu informieren. Einfache aber effektive Möglichkeiten werden dazu vorgestellt, wie Insektenschutz auch im Kleinen funktionieren kann.

 

Bild: NABU | Text: Jörg Mittler


11.06.2022

Exkursion in die Welt des Apollo-Falters

 

Gemeinsam mit dem Experten Daniel Müller, der derzeit seine Masterarbeit über den speziellen Mosel-Apollo verfasst, begaben sich 16 Interessierte auf Einladung des NABU Osteifel auf eine Exkursion in die Welt des Apollo-Falters. Nach einer informativen Einweisung und Beschreibung des FFH (Fauna-Flora-Habitat) geschützten Falters, wanderte die Gruppe auf dem Radweg bei Kobern-Gondorf an den felsigen Steilhängen der Mosel entlang.

 

Der Apollo-Falter gehört wie der Schwalbenschwanz zu der Familie der Ritterfalter. Der Falter hat zwar ein Verbreitungsgebiet von Europa bis Zentralasien, kommt aber zum Teil nur punktuell in für ihn geeigneten Gegenden vor. So hat er zahlreiche Formen oder Unterarten ausgebildet, die umso gefährdeter sind da sie spezialisiert auf ihre Umgebung, bei einer starken Schwankung der Population sehr schnell auch vom kompletten Verschwinden bedroht sind. An der Mosel findet sich eben nun eine solche Unterart des Apollo, diese zeigt eine abweichende Form der für den Falter typischen roten Flecken auf.

 

An den Steilhängen wächst die Hauptfutterpflanze der Raupen: Weißer Mauerpfeffer. In deren Nähe legt das Weibchen seine Eier einzeln in den Felsnischen ab. Die Hauptflugzeit variierte über die Jahre, auch aufgrund der veränderten Klimabedingungen und so fliegen die schönen Falter in manchen Jahren bereits ab Anfang Mai.

 

Die Exkursion des NABU Osteifel war nun Anfang Juni unterwegs und hatte Glück mit dem Wetter, denn bei schlechter Witterung zeigt sich der Apollo-Falter nicht. Da aber beste Flugbedingungen vorlagen, nämlich mindestens 28° und vor allen Dingen Sonnenschein, konnten einzelne Exemplare beim Herabsegeln der felsigen Abhänge beobachtet werden. Dabei handelte es sich vornehmlich um Männchen auf der Suche von weiblichen Exemplaren. Zuerst wurde ein Exemplar oben in den Steilhängen entdeckt und konnte nur mit Fernglas beobachtet werden, aber kurze Zeit später waren auch einzelne Falter weiter unten unterwegs und konnten gut erkannt werden.

 

Nachdem der Mosel-Apollo ausgiebig beobachtet wurde, schaute man sich noch nach Weiterem um. So erfreuten sich die Interessierten an Schmetterlingen wie z.B. dem Brombeerzipfelfalter, Kleinen Fuchs, Admiral, C-Falter, Dickkopffalter und verschiedenen Weisslingen, ebenso an etlichen Wildbienen, unter andern an Blattschneiderbienen und diversen Hummelarten.

 

Um viele wissenswerte Eindrücke bereichert, dankten die Teilnehmer*innen Herrn Müller für den überaus interessanten, abwechslungsreichen und umfassenden Ein- und Ausblick in die Welt des Apollo-Falters. Als kleine Überraschung zum Schluss konnte noch ein frisch geschlüpfter Mosel-Apollo aus der Erhaltungszucht ganz aus der Nähe begutachtet werden.

 

 

 

Bilder: Karsten Brahmann und Sabine Schillinger | Text: Helga Losert und Sabine Schillinger


(v.l.n.r.) Hans-Jürgen Schneider, Stefan Schmitt, Hedwig Mittler, Reinhold Korbella, Jörg Mittler, Sabine Schillinger, Wolfgang Seul, Pia Meier, Guido Nördershäuser
(v.l.n.r.) Hans-Jürgen Schneider, Stefan Schmitt, Hedwig Mittler, Reinhold Korbella, Jörg Mittler, Sabine Schillinger, Wolfgang Seul, Pia Meier, Guido Nördershäuser

28.05.2022

Neue Gesichter im Vorstand des NABU Osteifel

 

Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung des NABU Osteifel wurde ein neuer, um Beisitzer erweiterter Vorstand gewählt. Zunächst konnte Jörg Mittler als Vorsitzender für weitere vier Jahre im Amt bestätigt werden. Sabine Schillinger wurde als neue stellvertretende Vorsitzende gewählt, nachdem die langjährige Vorsitzende und stellvertretende Vorsitzende Margot Bechtoldt nicht für eine weitere Amtszeit kandidierte. Im Amt bestätigt wurden auch Kassenwartin Hedwig Mittler und Schriftführerin Pia Meier. Zu den neuen Mitgliedern im Vorstand wurden als Beisitzerin und Beisitzer gewählt: Claudia Drefs-Olszewski, Karl-Heinz Euskirchen, Reinhold Korbella, Heinz-Werner Lunnebach, Guido Nördershäuser, Hubert Schmitt, Stefan Schmitt, Hans-Jürgen Schneider und Wolfgang Seul. Vom aktiven Dienst beim NABU Osteifel verabschiedete sich ebenfalls Ursel Westphalen.

 

Bild: Helga Losert | Text: Sabine Schillinger


08.05.2022

Exkursion ins Pöntertal

 

Bei wunderbarem Wetter ging es am Sonntag, den 8. Mai, zu einer interessanten und lehrreichen Exkursion ins Pöntertal. Helmut Schwarzer zeigte den Teilnehmern viele Pflanzen, manche unscheinbar und klein, kaum beachtet und manche groß und auffällig. Vielblütiges Salomonssiegel, Silberblatt, Beinwell, Reiherschnabel, zwiebeltragende Zahnwurz, Teufelskralle, Bärlauch, Aronstab und vieles mehr gab es zu entdecken. Am Ende ging es noch ein kleines Stück die Straße entlang, um eine Orchidee zu bewundern.

 

Bilder und Text: Sabine Schillinger


19.04.2022

Frühjahrsputz am Mayener Grubenfeld

 

Am Dienstag, dem 19. April traf sich die Ortsgruppe NABU Osteifel zum Frühjahrsputz am Mayener Grubenfeld. Es wurde am Naturschutzgebiet entlang der K21 Müll gesammelt. Immer wieder ist erstaunlich, was bei so einer Aktion alles zusammen kommt und letztlich auch erschreckend, was alles am Rande des Naturschutzgebietes abgeladen wird.

 

Hier ein interessanter Beitrag dazu, was allein Zigarettenkippen in der Umwelt anrichten:

www.quarks.de/umwelt/muell/auswirkungen-der-zigarettenkippen-auf-die-umwelt/

 

Bild: Jörg Mittler | Text: Sabine Schillinger

 

 


26.03.2022

Aktion des NABU Osteifel am Umwelttag in Welling

 

Am Umwelttag in Welling trafen sich Herbert Gilgenbach und Wolfgang Seul vom NABU Osteifel am Dorfplatz in Welling, um in langer Tradition den Baum des Jahres zu pflanzen. In diesem Jahr ist es die Rotbuche. Sie dient unter anderem als wichtige  Nahrungsquelle für Vögel und Insekten. Ebenso wurde eine alte Streuobstreihe in Höhe des Tennisplatzes durch einen Rheinischen Bohnapfel ergänzt. Der abgestorbene Baum sowie das Totholz dienen unter anderem der großen Holzbiene als Lebensraum.

 

Bild: Manfred Gerner | Text: Wolfgang Seul