Aktuelles und Wissenswertes

 

Hier berichten wir Aktuelles oder verlinken immer
wieder mal Wissenswertes von anderen Internetseiten

 

 


12.11.2022

Baumpflanzaktion - Streuobstwiese


Die Streuobstwiese des NABU Osteifel im südlichen Pöntertal wurde nun um vier Obstbäume bereichert. Im März 2021 pflanzten Mitglieder bereits vier Apfelbäume und nun kamen noch zwei Süßkirschen, eine Zwetschge und eine Mirabelle dazu.

 

Bild: Hans-Jürgen Schneider | Text: Sabine Schillinger

 


Bachschmerle, Neunaugen
Bachschmerle und zwei Neunaugen

09.07.2022

Gewässerexkursion an der Nette und Grillfest

 

Am Samstag trafen sich zwei NAJU-Gruppen und weitere Interessierte bei der Grillhütte Ochtendung zu einer Exkursion an der Nette. Vor Ort hatte der Gewässerexperte Andreas Frey bereits Aquarien vorbereitet, in denen die ersten Tiere bestaunt werden konnten. Nach einer kurzen Einführung ging es dann zur Nette und die Kinder konnten unter Anleitung von Herrn Frey und einigen Helfern das Gewässer untersuchen. Es wurde einiges entdeckt, wie z.B. die Bachschmerle, die Groppe, die Elritze und natürlich auch Bachflohkrebse. Außerdem wurden die Larven der Steinfliegen, der Köcherfliegen und der Prachtlibellen gefunden und bestimmt. Als kleine Besonderheit zeigten sich auch Neunaugen, die zu den lebenden Fossilien zählen.
Mit weiteren Aktiven des NABU Osteifel wurde anschließend ein netter geselliger Nachmittag verbracht mit Gegrilltem und gut gekühlten Getränken.

 

Bild: Wolfgang Seul | Text: Sabine Schillinger


27.06.2022

NABU sammelt Handys für Hummel, Biene und Co.

 

Wie bereits in vielen Gemeinden steht nun auch im Gebiet der Verbandsgemeinde Maifeld eine Handysammelbox bereit, um alte Handys sinnvoll und nachhaltig verwerten zu können. Zusammen mit REWE Hundertmark konnte der NABU Osteifel nun die Sammelstelle in Polch im Kassenbereich des dortigen Marktes einrichten, was das Engagement des NABU beim Handy-Recycling seit 2011 unterstreicht und dem Ziel dient, Ressourcen zu schonen und Projekte zu fördern. Bis 2019 wurde dabei für das NABU-Projekt "Alte Handys für die Havel" gesammelt, neuerdings fließen die eingenommen Mittel in den NABU-Insektenschutzfonds.


Gute Gründe sprechen für Weitergabe, Reparatur und Recycling. So schlummern nach Angaben des Digitalverbands Bitkom mehr als 105 Millionen alte Handys und Smartphones in deutschen Schubladen. Ausgediente Handys in den Hausmüll zu werfen oder an illegale Händler zu geben, schadet der Umwelt und ist auch gesetzlich verboten. Zu viele Schadstoffe gelangen in die Umwelt. Seltene Rohstoffe gehen für eine Wiederverwertung verloren Unnötige Rohstoffe werden in Ländern des globalen Südens weiter abgebaut. Im Vordergrund steht für den NABU daher die Wiederaufbereitung und – falls erforderlich – Reparatur inklusive Austausch von Ersatzteilen von Mobilgeräten, um die Nutzungsdauer eines Handys oder Smartphones zu erhöhen. Eine Verlängerung der Nutzungsdauer spart 58 Kilogramm CO2 und 14 Kilogramm Ressourcen.

Der Entsorgungspartner AfB (Arbeit für Menschen mit Behinderung) verkauft die wiederaufbereiteten Geräte nur in Europa. Nicht mehr funktionsfähige Geräte gibt der NABU zum Recycling an Umicore, die die ökologischsten Schmelzanlagen in ganz Europa betreiben. Beim Recycling der NABU-Handys entstehen Rohstoff-Gewinne von bis zu einem Kilo Gold jährlich, ganz zu schweigen von den Umweltvorteilen. So lässt sich mit zurückgegebenen Altgeräten gleich doppelt für mehr Umweltschutz sorgen: Zum einen wird dadurch sichergestellt, dass Rohstoffe wiederverwertet werden und Schadstoffe nicht auf dem Müll landen. Zum anderen erhält der NABU einen jährlichen Geldbetrag, der in den NABU-Insektenschutzfonds fließt.

Mit Hilfe des Insektenschutzfonds werden Ackerflächen und Wiesen durch die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe als Lebensraum für Insekten gesichert. Zusätzlich werden Ackerrandstreifen zu Blühstreifen umgewandelt, bunt blühende Wiesen und Weiden angelegt und auch Hecken gepflanzt. Um herauszufinden, wie sich die Insektenbestände auf den neuen Flächen entwickeln, wird zeitgleich ein Insektenmonitoring gestartet.

Land in privater Hand soll ebenfalls zu Insektenschutzflächen umgestaltet werden. Hierzu stellt das NABU-Projekt "Fairpachten" Landwirten, Pächtern und Grundbesitzern seine langjährige Erfahrung beratend zur Verfügung. Unter www.fairpachten.org finden sich dazu nützliche Informationen und hilfreiche Materialien.

Und schließlich ist es ein weiteres Ziel des Insektenschutzfonds, die breite Öffentlichkeit über die wichtige Funktion von Insekten zu informieren. Einfache aber effektive Möglichkeiten werden dazu vorgestellt, wie Insektenschutz auch im Kleinen funktionieren kann.

 

Bild: NABU | Text: Jörg Mittler


11.06.2022

Exkursion in die Welt des Apollo-Falters

 

Gemeinsam mit dem Experten Daniel Müller, der derzeit seine Masterarbeit über den speziellen Mosel-Apollo verfasst, begaben sich 16 Interessierte auf Einladung des NABU Osteifel auf eine Exkursion in die Welt des Apollo-Falters. Nach einer informativen Einweisung und Beschreibung des FFH (Fauna-Flora-Habitat) geschützten Falters, wanderte die Gruppe auf dem Radweg bei Kobern-Gondorf an den felsigen Steilhängen der Mosel entlang.

 

Der Apollo-Falter gehört wie der Schwalbenschwanz zu der Familie der Ritterfalter. Der Falter hat zwar ein Verbreitungsgebiet von Europa bis Zentralasien, kommt aber zum Teil nur punktuell in für ihn geeigneten Gegenden vor. So hat er zahlreiche Formen oder Unterarten ausgebildet, die umso gefährdeter sind da sie spezialisiert auf ihre Umgebung, bei einer starken Schwankung der Population sehr schnell auch vom kompletten Verschwinden bedroht sind. An der Mosel findet sich eben nun eine solche Unterart des Apollo, diese zeigt eine abweichende Form der für den Falter typischen roten Flecken auf.

 

An den Steilhängen wächst die Hauptfutterpflanze der Raupen: Weißer Mauerpfeffer. In deren Nähe legt das Weibchen seine Eier einzeln in den Felsnischen ab. Die Hauptflugzeit variierte über die Jahre, auch aufgrund der veränderten Klimabedingungen und so fliegen die schönen Falter in manchen Jahren bereits ab Anfang Mai.

 

Die Exkursion des NABU Osteifel war nun Anfang Juni unterwegs und hatte Glück mit dem Wetter, denn bei schlechter Witterung zeigt sich der Apollo-Falter nicht. Da aber beste Flugbedingungen vorlagen, nämlich mindestens 28° und vor allen Dingen Sonnenschein, konnten einzelne Exemplare beim Herabsegeln der felsigen Abhänge beobachtet werden. Dabei handelte es sich vornehmlich um Männchen auf der Suche von weiblichen Exemplaren. Zuerst wurde ein Exemplar oben in den Steilhängen entdeckt und konnte nur mit Fernglas beobachtet werden, aber kurze Zeit später waren auch einzelne Falter weiter unten unterwegs und konnten gut erkannt werden.

 

Nachdem der Mosel-Apollo ausgiebig beobachtet wurde, schaute man sich noch nach Weiterem um. So erfreuten sich die Interessierten an Schmetterlingen wie z.B. dem Brombeerzipfelfalter, Kleinen Fuchs, Admiral, C-Falter, Dickkopffalter und verschiedenen Weisslingen, ebenso an etlichen Wildbienen, unter andern an Blattschneiderbienen und diversen Hummelarten.

 

Um viele wissenswerte Eindrücke bereichert, dankten die Teilnehmer*innen Herrn Müller für den überaus interessanten, abwechslungsreichen und umfassenden Ein- und Ausblick in die Welt des Apollo-Falters. Als kleine Überraschung zum Schluss konnte noch ein frisch geschlüpfter Mosel-Apollo aus der Erhaltungszucht ganz aus der Nähe begutachtet werden.

 

 

 

Bilder: Karsten Brahmann und Sabine Schillinger | Text: Helga Losert und Sabine Schillinger


(v.l.n.r.) Hans-Jürgen Schneider, Stefan Schmitt, Hedwig Mittler, Reinhold Korbella, Jörg Mittler, Sabine Schillinger, Wolfgang Seul, Pia Meier, Guido Nördershäuser
(v.l.n.r.) Hans-Jürgen Schneider, Stefan Schmitt, Hedwig Mittler, Reinhold Korbella, Jörg Mittler, Sabine Schillinger, Wolfgang Seul, Pia Meier, Guido Nördershäuser

28.05.2022

Neue Gesichter im Vorstand des NABU Osteifel

 

Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung des NABU Osteifel wurde ein neuer, um Beisitzer erweiterter Vorstand gewählt. Zunächst konnte Jörg Mittler als Vorsitzender für weitere vier Jahre im Amt bestätigt werden. Sabine Schillinger wurde als neue stellvertretende Vorsitzende gewählt, nachdem die langjährige Vorsitzende und stellvertretende Vorsitzende Margot Bechtoldt nicht für eine weitere Amtszeit kandidierte. Im Amt bestätigt wurden auch Kassenwartin Hedwig Mittler und Schriftführerin Pia Meier. Zu den neuen Mitgliedern im Vorstand wurden als Beisitzerin und Beisitzer gewählt: Claudia Drefs-Olszewski, Karl-Heinz Euskirchen, Reinhold Korbella, Heinz-Werner Lunnebach, Guido Nördershäuser, Hubert Schmitt, Stefan Schmitt, Hans-Jürgen Schneider und Wolfgang Seul. Vom aktiven Dienst beim NABU Osteifel verabschiedete sich ebenfalls Ursel Westphalen.

 

Bild: Helga Losert | Text: Sabine Schillinger


08.05.2022

Exkursion ins Pöntertal

 

Bei wunderbarem Wetter ging es am Sonntag, den 8. Mai, zu einer interessanten und lehrreichen Exkursion ins Pöntertal. Helmut Schwarzer zeigte den Teilnehmern viele Pflanzen, manche unscheinbar und klein, kaum beachtet und manche groß und auffällig. Vielblütiges Salomonssiegel, Silberblatt, Beinwell, Reiherschnabel, zwiebeltragende Zahnwurz, Teufelskralle, Bärlauch, Aronstab und vieles mehr gab es zu entdecken. Am Ende ging es noch ein kleines Stück die Straße entlang, um eine Orchidee zu bewundern.

 

Bilder und Text: Sabine Schillinger


19.04.2022

Frühjahrsputz am Mayener Grubenfeld

 

Am Dienstag, dem 19. April traf sich die Ortsgruppe NABU Osteifel zum Frühjahrsputz am Mayener Grubenfeld. Es wurde am Naturschutzgebiet entlang der K21 Müll gesammelt. Immer wieder ist erstaunlich, was bei so einer Aktion alles zusammen kommt und letztlich auch erschreckend, was alles am Rande des Naturschutzgebietes abgeladen wird.

 

Hier ein interessanter Beitrag dazu, was allein Zigarettenkippen in der Umwelt anrichten:

www.quarks.de/umwelt/muell/auswirkungen-der-zigarettenkippen-auf-die-umwelt/

 

Bild: Jörg Mittler | Text: Sabine Schillinger

 

 


26.03.2022

Aktion des NABU Osteifel am Umwelttag in Welling

 

Am Umwelttag in Welling trafen sich Herbert Gilgenbach und Wolfgang Seul vom NABU Osteifel am Dorfplatz in Welling, um in langer Tradition den Baum des Jahres zu pflanzen. In diesem Jahr ist es die Rotbuche. Sie dient unter anderem als wichtige  Nahrungsquelle für Vögel und Insekten. Ebenso wurde eine alte Streuobstreihe in Höhe des Tennisplatzes durch einen Rheinischen Bohnapfel ergänzt. Der abgestorbene Baum sowie das Totholz dienen unter anderem der großen Holzbiene als Lebensraum.

 

Bild: Manfred Gerner | Text: Wolfgang Seul